Streamer entwickelt kolumbianischen Markt

    Die ersten Streamer-Blitzschutzgeräte (LLPD) wurden in Medellin, Kolumbien, installiert.

    EPM Colombia, einer der wichtigsten Energieversorger Kolumbiens, hat beschlossen, dieses Pilotprojekt 2017 zu entwickeln. Ende 2017 wurden 70 SAi20 und 33 SAd20 geliefert. Die Gesamtlänge der mit diesen Geräten ausgestatteten Stromleitung beträgt 7,5 km.

    Laut Mikhail Zhitenev machte die Installation keine Schwierigkeiten, ausser der Tatsache, dass die Stromleitung durch ein Waldgebiet verläuft, so dass nicht alle Pole mit einem Eimer-LKW zugänglich waren. Diese LLPD-Installation war sehr spezifisch, da das Installationstraining online von Russland aus durchgeführt wurde. Fast alle technischen Abteilungen von Streamer waren involviert, um den Kunden operativ zu unterstützen: Einige haben ein Trainingsvideo gedreht, andere haben Zeichnungen und 3D-Modelle vorbereitet, die geholfen haben, all diese brandneuen Produkte bestmöglich zu installieren, wiederum andere haben mathematische Modelle vorbereitet, die geholfen haben, das bestmögliche Einsatzschema zu wählen. Darüber hinaus wurde der Installationsprozess von Armando Portalanza, dem regionalen Product Manager, geleitet, der sofort alle Informationen aus St. Petersburg an die Mitarbeiter vor Ort überbrachte und ins Spanische übersetzte.

    Aufgrund dieser gut koordinierten Arbeit wurde die Stromleitung Ende Dezember erfolgreich mit LLPD‘s ausgestattet.

    "Es ist eine seltene Übung für Streamer, online-Schulungen zu organisieren, aber in Zukunft werden wir es öfter machen. Wir entwickeln aktiv ausländische Märkte, und es ist unmöglich für unsere Installateure, überall gleichzeitig zu sein", sagte Mikhail Zhitenev.

    Laut Zhitenev erhielt Streamer Ende Februar einen Fotobericht über die ausgerüstete Strecke. In nur zwei Monaten wurden fünf einmalige Vorfälle registriert, drei davon auf einem Turm. Dies bedeutet, dass die installierten Produkte mindestens drei Blitzeinschläge verhindert haben, von denen einer ein direkter Blitzeinschlag war.

    Heute wird in Kolumbien ein ambitioniertes 44-kV-Projekt entwickelt. Seine Umsetzung hängt stark von der operativen Leistung von SAi20 und SAd20 in der Nähe von Medellin ab.

    Wie in den meisten Ländern Lateinamerikas ist Kolumbien reich an natürlichen Ressourcen. Es verfügt über reiche Öl-, Gas- und Kohlevorkommen sowie über ein grosses Wasserkraftpotenzial. 30% des kolumbianischen Stroms werden mit Wasserkraftwerken erzeugt, 70% davon kommen von den in den Anden stehenden Wasserkraftwerken. Dieser erzeugte Strom wird durch eine erweiterte Anzahl von 13,8 kV- und 44 kV-Stromleitungen in das Hauptnetz transportiert. Aufgrund des relativ niedrigen Basisisolationsniveaus haben diese Oberleitungen viele Ausfälle durch atmosphärische Überspannungen.

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